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Einnässen und EinkotenEinnässen und Einkoten

Beide Störungen sind relativ häufig bei Vorschulkindern anzutreffen, können aber gelegentlich bis zur Vorpubertät auftreten. Eine Einnäßstörung (Enuresis) kann in der Regel erst bei einem Kind von über 5 Jahren als psychische Störung diagnostiziert werden, sofern eine organische Verursachung ausgeschlossen werden kann. Die Kinder nässen in der Regel entweder nur nachts oder nur am Tage ein, in schwereren Fällen tags und nachts. Oft hängt die Häufigkeit des Einnässens mit dem seelischen Zustand des Kindes unmittelbar zusammen. Häufig liegen die psychischen Ursachen in einer verdeckten Familienproblematik. Wenn nächtliches Wecken, Klingelmatratze und Medikamente keine Wirkung zeigen, sollte an eine Kinderpsychotherapie gedacht werden.

Das Einkoten (Enkopresis) tritt nach dem 7. Lebensjahr nur noch selten auf. Bei normaler Darmkontrolle und ausreichendem Toilettentraining beschmutzt das Kind sich und seine Wäsche mehr oder weniger häufig mit Kot. Gelegentlich wird Kot auch über den eigenen Körper oder über die Umgebung (z.B. die Zimmerwände) verschmiert. Das Einkoten kann als Ausdruck einer starken emotionalen Störung angesehen werden. Bei chronischem Verlauf ist sowohl im Falle der Enkopresis wie auch der Enuresis die Gefahr einer sekundären Störung in Form von mangelndem Selbstvertrauen gegeben.

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