Störungen
Belastungsstörungen
Schwere Einschnitte im Leben eines Kindes oder Jugendlichen (z.B. der Tod der Mutter) können sog. akute Belastungsreaktionen hervorrufen, die im allgemeinen innerhalb von einigen Tagen abklingen. Kinder mit einer akuten Belastungsreaktion wirken unmittelbar nach dem belastendem Ereignis wie betäubt und zeigen neben einer gewissen Bewusstseinenge und eingeschränkten Aufmerksamkeit eine deutliche Desorientiertheit. Danach ziehen sie sich entweder zurück und werden apathisch oder sie zeigen im Gegenteil eine große Unruhe, die sich bis zur Überaktivität steigern kann. Eine weitere Form von Belastungsstörung, die sog. posttraumatische Belastungsreaktion, entsteht als eine - Wochen bis Monate lang - verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis, das von kürzerer oder längerer Dauer sein kann (z.B. schwere psychische Misshandlung). Die Patienten erleben das Trauma wiederholt in Form von bedrängenden Erinnerungen oder Alpträumen, die mit dem Gefühl einer andauernden emotionalen Stumpfheit einhergehen. Auf dem Hintergrund einer tiefgreifenden Freudlosigkeit zeigen sie Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen und Teilnahmslosigkeit gegenüber ihrer Umgebung.

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