Überblick
Störungen
Ablauf

Befundung

Auf der Grundlage der in der Diagnostik erhobenen Befunde wird in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Untersuchungen ein „Fachpsychologischer Befundbericht“ erstellt. Ausgehend vom Vorstellungsgrund stellt dieser die Befunde gemäß Multiaxialem Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters nach ICD-10 der WHO anhand der folgenden sechs Achsen dar:

Achse I: Psychische Störungen (z.B. Depression, Mutismus, Trennungsangst)
Achse II: Umschriebene Entwicklungsstörungen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie)
Achse III: Intelligenzniveau (Erhebung des IQ durch Intelligenztest)
Achse IV: Körperliche Symptomatik (wird vom Kinder- oder Hausarzt diagnostiziert)
Achse V: Psychosoziale Umstände (z.B. getrennte Eltern, belastende Lebensereignisse)
Achse VI: Globale Beurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus (soziale Anpassung)

Es folgen die intelligenz- und testpsychologischen Einzelbefunde. Im Explorationsgespräch wird die psychosoziale Situation des Kindes erkundet, bei Schulkindern auf die Stellung des Kindes in der Klassengemeinschaft geachtet und schließlich die Situation des Kindes im familiären Umfeld (wie z.B. Verhältnis zu den Geschwistern) berücksichtigt. In der Verhaltensbeobachtung wird auf mögliche Auffälligkeiten und Eigenheiten des Kindes auf der Ebene des Verhaltens geachtet.

Der Fachpsychologische Befundbericht wird den Eltern im Original mitgegeben. Oft wird dieser der Schule (z.B. im Rahmen der schulischen Anerkennung einer Legasthenie) oder dem Jugendamt (z.B. bei der Gewährung von Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII) vorgelegt

Ein typischer Befundbericht der Kinderpsychologischen Praxis Garmisch kann als PDF-Datei abgerufen werden >>Befundbericht